Dr. Clemens Fricke & Dr. Ina Ritschel Kieferorthopäden Dortmund

CMD Kiefergelenk -

Behandlung

für ein Leben ohne Schmerzen!

CMD · Kiefergelenksbehandlung

Wenn Kopf und Rücken schmerzen, kann das Kiefergelenk schuld sein.

Etwa 70% der deutschen Bevölkerung leidet an akuten oder chronischen Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen in unterschiedlich starker Ausprägung. Oftmals dauern die Beschwerden über Jahre an, weil eine organische Ursache nicht gefunden werden kann. Viele Patienten haben jahrelange Odysseen von Arzt zu Arzt hinter sich, ohne dass tatsächlich eine dauerhafte Besserung eintritt.

Nicht selten liegt der Grund für die Beschwerden in einer Störung des Kiefergelenk (CMD). Neben Kopf-, Nacken- und Rückenproblemen sind Zähneknischen bzw. –pressen, Zahnabrieb, Migräne, Tinnitus, Ohrenschmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder Schwindel bekannte Begleiterscheinungen einer CMD.

Die Ursache muss jedoch nicht zwingend im Kauorgan liegen. Kau- und Rückenmuskulatur sind nämlich eng miteinander verschaltet und beeinflussen sich gegenseitig. Beim Kauen wird nicht nur der Kiefer bewegt, sondern auch Kopf, Hals, Rücken und sogar Arme und Beine.

Ist das System gestört, kommt es zu ständigen Muskelanspannungen, die Auswirkungen auf unterschiedliche Körperregionen haben können. Belastungen können dabei in auf- oder absteigende Richtung auftreten. So können Störungen in der Rücken- und Nackenmuskulatur (Beckenschiefstand, Bandscheibenprobleme etc.) eine Fehlstellung des Kiefergelenks verursachen (aufsteigende Belastung). Umgekehrt kann sich eine Erkrankung des Kauorgans aber auch auf den übrigen Organismus auswirken (absteigende Belastung). Nicht selten sind belastende Lebensbedingungen ein zusätzlicher Verstärker.


Was ist CMD?

Bei einer Cranio Mandibulären Dysfunktion handelt es sich um eine komplexe Erkrankung, die den ganzen Körper befallen kann und ihre Ursache in einer Fehlfunktion im Kauorgan findet. Kurz zusammengefasst und in Analogie zu einem Motor wäre das ein Getriebeschaden im Kaumotor.

Das Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, die sog. Bisslage passen nicht zusammen und das hat gravierende Auswirkung auf die Körperstatik, das vegetative Nervensystem inclusive der Psyche.

Kiefergelenkserkrankung

Wie entsteht eine CMD


Hauptursachen sind in der Körperstatik zu suchen, d.h. im Bauplan des Skeletts.

Häufigster Auslöser ist dabei ein Fehlbiß, d.h., wenn der Unterkiefer durch eine fehlerhafte Verzahnung in einen Zwangsbiß abgleitet und damit Überlastungen der Kiefergelenke auslöst.

Das Problem ist die besondere Anatomie der Kiefergelenke:

Der Unterkiefer ist frei beweglich aufgehängt. d.h. anders als eine Art Scharnier, wie z.B. das Ellenbogengelenk, verlässt der Unterkiefer nach 12mm Rotation den Gelenkraum und gleitet an der Gelenkbahn nach vorne unten, bis die Bewegung in der Regel durch eine Knochenwulst, bzw. die maximale Dehnung der Muskeln und Bänder beendet wird.

Begleitet wird dabei das Kieferköpfchen von einem Knorpelkissen, das zwischen dem Köpfchen und der Gelenkbahn den Kaudruck abpolstern soll. Dieses Kissen heißt Discus artikularis und ist im Prinzip eine Bandscheibe, ähnlich wie in der Wirbelsäule.

Bei regulären Bissen funktioniert das einwandfrei bis ins hohe Alter!

Bei Zwangsbissen, also wenn die fehlerhafte Verzahnung für ein Abgleiten des Unterkiefers nach hinten (Deckbiß) oder zur Seite (Kreuzbiß) sorgt, beginnen die CMD Symptome bereits in frühem Kindesalter (KISS Syndrom).

Der Überdruck im Gelenk sorgt dafür dass der Discus ausweicht und aus seiner Ruheposition nach vorne oder zur Seite springt. Dieser Effekt ist das Gelenkknacken und wird von den Patienten oft als unangenehm und störend empfunden.

In dieser ersten Phase sind häufig keine weiteren Begleitsymptome vorhanden und die Patienten stören sich lediglich daran, dass bei Essen das Knacken laut hörbar ist.

Unbehandelt leiert nun der Bandapparat weiter aus und die Polsterwirkung wird immer schlechter.

Das hat zur Konsequenz, dass das knöcherne Kieferköpfchen nun ungepolstert in die Gelenkpfanne beißt und dort auf die Knochenhaut trifft. Dort sitzen Druckrezeptoren, die nun Alarm an das Gehirn melden.

Ab hier beginnt der Leidensweg der CMD Patienten:

Das Gehirn steuert nun 2 Dinge: eine Schonhaltung, begleitet von einem Steilstand der Halswirbelsäule und die Selbstheilung wird eingeleitet: Pressen und Zähneknirschen sollen die Ursache der Störung, nämlich den fehlerhaften Biss wegradieren, indem die Zahnsubstanz flach geknirscht werden soll.

Symptome der CMD

Durch die Schonhaltung kommt es zur Überspannung der Nackenmuskeln, das führt zu diversen orthopädischen Problemen, wie Schiefstellung der HWS und der Kopfgelenke mit Kopf,- Nacken,- Rückenschmerzen; wir sehen Verwindungen der Wirbelsäule (Skoliose), die wiederum das Iliosacral Gelenk blockieren, was wiederum zum Beckenschiefstand mit funktioneller Beinverkürzung führt. Eine Beinverkürzung sorgt nun für Statikprobleme in Becken, Knie und Füssen, was zu Knieschmerzen und anderen Problemen führt.

Wir sehen Bandscheibenvorfälle der HWS mit den typischen Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen und Myogelosen, aber leider auch eine Vielzahl von vegetativen Begleitsymptomen, wie div. Schmerzen, Tinnitus, Schwindel und Depressionen im Endstadium der meist erfolglosen therapeutischen Bemühungen.

Der Tinnitus wird in diesem Zusammenhang als unspezifisches Alarmsignal verstanden und lässt sich oft durch die CMD Therapie beeinflussen.

Behandlung der CMD


Wir arbeiten ganzheitlich und interdisziplinär

Das neuartige an unserem Behandlungskonzept ist, dass wir ganzheitlich und interdisziplinär arbeiten. Das heißt Orthopäden, HNO Ärzte, Manualmediziner, Osteopathen, Physiotzherapeuten, Zahnärzte und Kieferorthopäden therapieren mit ihrem fachärztlichen Wissen den jeweiligen Bereich der Symptome und können daher die Gesamtregulation des erkrankten Organismus wieder in Gang setzen, indem Körperstatik, Muskulatur und Biß wieder aufeinander abgestimmt werden, also der Getriebeschaden repariert wird und alle Komponenten wieder einwandfrei zusammenarbeiten lassen.

Weiterhin neu ist:

Weiterhin neu ist, dass wir nicht nur die Symptome mit Beiss - Schienen behandeln, sondern jetzt auch Beseitigung der Ursachen der Erkrankung durchführen können, eine sogenannte Kausaltherapie.

Phasen der Behandlung:

1. Schmerzbeseitigung

Hauptsymptom der CMD ist Schmerz und Verspannung, gepaart mit vielen Begleitsymptomen.

Daher entkoppeln wir zunächst den falschen Biß z.B. mit NTI, Aqualizer o.ä. und leiten bei den ärztlichen Kollegen die Schmerzbeseitigung ein. Eine Therapie der div. Begleisymptome, ggf. eine psychotherapeutische Behandlung, um die Patienten therapiefertig zu bekommen, wird ebenfalls koordiniert.

2. Funktionelle Vorbehandlung

Ziel ist es, zunächst erst die Körperstatik zu korrigieren. Dies wird durch die Atlas Therapie und/oder die Entkopplung der Kiefegelenke durch Akupunktur erreicht.

Hierbei erfahren die Patienten, dass durch einfache Massnahmen die Körperstatik korrigiert wird und oft der Biss "nicht mehr passt". Durch die aktive Entlastung der Kiefergelenke stabilisiert sich der Körper und manchmal verschwinden bereits jetzt Symptome, wie Schwindel und Nackenschmerzen.

Schließlich werden sämtliche Blockaden und Fehlstellungen bis zum ISG gelöst und der Patient erhält eine symmetrische Körperstatik.

Aufgabe des Kieferorthopäden ist es nun, den dazu passenden Biß zu finden und zusammen mit den ärztlichen Kollegen Körperstatik und Biß zu vereinen. Hierfür ist eine enge zeitliche und räumliche Koordinierung der Termine unerlässlich.

Von ärztlicher Seite aus lässt sich die Passgenauigkeit der neuen Bisslage über verschiedene Messverfahren nachvollziehen und gibt dem Kieferorthopäden die nötigen Hinweise, welche Bißlage der Patient benötigt, um auf Dauer beschwerdefrei zu werden.

Der Zusammenhang zwischen Bisslage und Körperstatik wurde 2013 in der Studie von Fricke / Ritschel / Awwad / Brune statistisch nachgewiesen.

Die ermittelte Bißlage wird nun in eine Aufbissschiene mit adjustierter Oberfläche überführt und soll von den Patienten dauerhaft getragen werden. Es erfolgt nun im Laufe der nächsten Wochen unter physiotherapeutischer Begleitung eine Umprogrammierung der muskulären Situation, d.h. die Kiefergelenke sind entlastet, die Körperstatik in ausgeglichener Balance und die Muskulatur wird daran gewöhnt.

Das Einzige, was nun nicht mehr passt, sind die Zähne und die Patienten haben ein merkwürdiges Gefühl beim Beissen, wenn sie die Schiene herausnehmen. In der Regel verlieren die Patienten nun viele der quälenden Krankheitssymptome und schöpfen wieder Mut und Lebensfreude! Für viele Patienten endet auf dieser Stufe die Therapie, weil sie lernen bei besonderer Belastung über Schiene und Physiotherapie Ausgleich zu schaffen.

3. Kausaltherapie

Patienten, die ohne Schiene mit ihren eigenen Zähnen den richtigen Biß einnehmen möchten, werden nun bei dem Vorhandensein von Zahnersatz prothetisch neu eingestellt oder beim Vorhandensein von eigenen Zähnen kieferorthopädisch behandelt.

Dies ist die Königsdisziplin der CMD Therapie.

Dabei werden die Ergebnisse der Schienentherapie computergestützt in die Umprogrammierung der Zahnstellung eingerechnet und so die statisch neutrale Bißlage mit den eigenen Zähnen erreicht. Hierfür stehen die modernen kieferorthopädischen Techniken, wie Aligner, Lingualtechnik oder selbstligierende Brackets zur Verfügung.

Die kieferorthopädische Korrektur dauert häufig bis zu zwei Jahren und gibt dem Patienten ausreichend Gelegenheit, seine neue Bisslage anzunehmen.

Nach Abschluß der Behandlung begleiten wir die Patienten in unserem Recall System, um auf Dauer die Beschwerdefreiheit zu sichern.

"Die CMD Behandlung fordert zwar einiges vom Patienten ein. Sie kann Ihnen dafür aber wieder ein Stück Lebensqualität und ein beschwerdefreies Leben zurückgeben!"


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Kiefergelenkserkrankung

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